Collage Panzerhallen Bestand
© Emma Fiedler/Kees Khalil
20.04.2021
Entwicklung

313 Meter Loft?

Studierende der Münster School of Architecture entwerfen Szenarien für die Panzerhallen
Im Rahmen eines Entwurfskurses konzipierten 25 Studierende der MSA (Münster School of Architecture) unter der Leitung von Stephanie Bücker Pläne für einen Ausbau der Panzerhallen im York-Quartier. Die 313 Meter lange Fahrzeughalle ist in den Gestaltungsleitlinien des Quartiers für „besondere Wohnformen“ vorgesehen. Ob die Halle ganz oder in Teilen erhalten bleibt oder abgebaut wird, ist dabei bislang noch offen.

Umgebungsisometrie
Der Entwurf von Emma Fiedler und Kees Khalil unterteilt das Gebäude in die vier Funktionskategorien Wohnen, Arbeiten, Verkauf und Kunst. Daraus leiten sich gemischte Wohnhäuser, Co-Working-Büros, eine Markthalle und ein Studio-/Atelierbereich ab. © Emma Fiedler/Kees Khalil

Wohnen Holz und Beton
Durch ein Haus-im-Haus-Prinzip können Hülle und Tragwerk des Gebäudes erhalten bleiben. Holzmodule im Inneren bieten den Wohnstandard eines Neubaus. Der Zwischenraum wird zum Ort der Begegnung zwischen den Bewohnern. © Emma Fiedler/Kees Khalil

Büro Ansicht
Co-Working-Büros sind über Galerien erreichbar, die Austausch mit Kollegen ermöglichen. Das Holz im Innenbereich steht im Kontrast zum industriellen Charme der Gebäudehülle. © Emma Fiedler/Kees Khalil

Aussenraum
Der Entwurf von Emma Fiedler und Kees Khalil sieht großflächige Grünbeete vor den Panzerhallen vor, die einen Puffer in Richtung Straße schaffen. © Emma Fiedler/Kees Khalil

Konzepte für den Erhalt 
Während des Wintersemesters 2020/2021 wurden die Studierenden vor die Aufgabe gestellt, architektonische Konzepte für einen Erhalt der Hallen zu entwickeln. Eine komplexe Entwurfsaufgabe: Die Rahmenbedingungen des Quartiers und die Ziele des Masterplans müssen mit einbezogen werden, ebenso bauliche Besonderheiten der Halle wie Deckenhöhe und extreme Tiefe des Gebäudes. Die Studierenden konnten die Hallen begehen und in ihrer Arbeit auf Planmaterial des Bestandes zurückgreifen. 

 

Qualität und Vielfalt 
Die finalen Projektentwürfe der Studierenden, die in 12 Teams arbeiteten, wurden vor der Lehrbeauftragten sowie Vertreterinnen der KonvOY präsentiert, die als Tochtergesellschaft der Stadt Münster für die Entwicklung des Quartiers verantwortlich ist. Christa Ransmann, Dipl.-Ing. Architektin und Leiterin der Quartiersentwicklung bei KonvOY und Claudia Carl, Projektleiterin der Quartiersentwicklung auf York, zeigten sich begeistert von der Vielfalt und Qualität der vorgestellten Arbeiten.

 

Haus-im-Haus-Prinzip 
Die beste Bewertung erzielte der Entwurf von Emma Fiedler und Kees Khalil. Die Studierenden unterteilen die Panzerhalle in vier Funktionskategorien und sehen neben gemischten Wohnhäusern auch Co-Working-Büros, eine Markthalle sowie einen Atelier-Bereich vor. Hülle und Tragwerk des Gebäudes werden durch ein Haus-im Haus-Prinzip beibehalten: Im Kern bieten Module aus Holz die Qualität eines technisch modernen Neubaus, die Hülle aus weißen Ziegeln, Holz geschaltem Beton oder Putz nimmt im Kontrast dazu den industriellen Charme des Bestands auf. Der Raum dazwischen wird zum Ort der Begegnung zwischen Bewohnern, Nachbarn und Kollegen. Gleichzeitig dient er als „Klimahülle“, sorgt für Wärmespeicherung und Luftaustausch. 

 

Aufenthalt im Grünen
Im Außenbereich sieht der Entwurf großflächige Grünbeete in Richtung Straße sowie einen Park hinter dem Gebäude vor. Die großen, alten Bäume sollen erhalten und durch Neupflanzungen ergänzt werden. Podestringe um die alten Bäume herum dienen als Sitzmöglichkeiten, werden durch organisch geführte Wege verbunden und durch kleine Gartenhütten für die Bewohner ergänzt.

 

Ausstellung in Planung 
Eine Ausstellung der Entwürfe in den Panzerhallen ist aufgrund der derzeitigen Corona-Lage leider nicht möglich, zu einem späteren Zeitpunkt aber denkbar und wünschenswert! Die gesamte Projektdokumentation können Sie bereits hier herunterladen:
MSA Projektdokumentation 


Zum Teilquartier Panzerhallen

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