315 Meter lang waren die Panzerhallen – ein außergewöhnliches Zeugnis der Militärgeschichte. Während ein Teil der Hallen als Ort der Erinnerung und als Baudenkmal erhalten bleibt, wird dem Auftrag nach dringend benötigtem und bedarfsgerechtem Wohnraum entsprochen, weshalb sich die Verantwortlichen für einen Teilabriss entschieden. Dabei war klar: Wenn die originalen Panzerhallen weichen müssen, darf an ihrer Stelle kein beliebiger Wohnbau entstehen. Der Entwurf der Wohn + Stadtbau verbindet die historische Identität des Ortes mit zukunftsweisenden Wohnformen.
Fakten zum Baufeld
| Gesamtfläche | 11.400 m² |
| Baukörper | 6 |
| Innenhöfe | 3 |
| Wohneinheiten | 150 |
| Investor:innen | Wohn + Stadtbau |
Mehr als ein guter Entwurf
Bei der kooperativen Konzeptvergabe hat sich der Entwurf der Wohn + Stadtbau gemeinsam mit dem Büro plan.werk durchgesetzt. Er versteht sich als zeitgemäße Interpretation der ehemaligen Panzerhallen und folgt damit den denkmalpflegerischen Leitlinien: Drei annähernd gleich große Baufelder nehmen die Dimensionen der ehemaligen Hallen auf. Entlang der Walesallee greifen die Gebäude die historischen Trauf- und Firsthöhen auf. Auch die Dachform ist festgeschrieben. Recycling-Klinker in der Fassade sowie Fensterformate und Fassadengliederungen, die an die Rhythmik der ehemaligen Hallentore erinnern, stärken die Verbindung zwischen Alt und Neu zusätzlich.
raum für neue wohnideen
Geplant sind nicht nur klassische Wohnungen für Singles, Paare und Familien, im mittleren Baufeld sind Clusterwohnungen, Gemeinschaftsflächen, und Gästezimmer vorgesehen. Denkbar sind Mehrgenerationenprojekte oder andere gemeinschaftliche Wohnkonzepte. Rund 150 Wohnungen entstehen auf dem Gelände, ein Teil davon öffentlich gefördert. Das Spektrum reicht von kleineren Wohnungen bis hin zu familiengerechten Maisonettewohnungen über zwei Ebenen.